Seit 2019 zeichnet der Sara-Frenkel-Preis – ein von Volkswagen in Wolfsburg initiierter Förderpreis für Respekt, Toleranz und Zivilcourage – Initiativen junger Menschen aus, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt einsetzen. Der Preis erinnert an die Holocaust-Überlebende und ehemalige Zwangsarbeiterin bei Volkswagen, Sara Frenkel-Bass. Ihre Lebensgeschichte ist eine Aufforderung, Menschlichkeit, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Verantwortung zu pflegen.

Selina Pinneker und Erick Baltik vom Phoenix Gymnasium haben sich im Rahmen eines Projekts in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation Erinnerungsorten gewidmet. Ihre Idee ist es, einen biografischen Dokumentarfilm zu produzieren, der die Verfolgten in den Mittelpunkt stellt. Dabei orientieren sie sich inhaltlich an dem Ansatz, diese nicht ausschließlich auf ihre Opferrolle zu reduzieren, sondern sie als Menschen mit eigenen Lebensgeschichten vor, während und nach der Verfolgung sichtbar zumachen. Anhand solcher Biografien soll auch die Verbindung zwischen der Geschichte des Nationalsozialismus und der Stadt Wolfsburg deutlich werden. Ein bildungspolitisches Projekt von gesellschaftlicher Relevanz!
Die Auszeichnung fand am 24.06.2026 in den Räumlichkeiten des Konzernarchivs statt. Mit ihrem Konzept wurden Erick Baltik und Selina Pinneker als Drittplatzierte ausgezeichnet. Von Herzen ein großes Dankeschön für euer Engagement, das historische und gesellschaftliche Verantwortung beweist!


