Unser Erasmus+ Schülerprojekt

Das diesjährige ERASMUS+ Projekt steht im Zeichen des sich verändernden Journalismus in Zeiten von

Social Media und Fake News. Zusammen mit unseren Partnerschulen aus Italien, Spanien und Zypern

arbeiten wir, zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12, für einen Zeitraum von zwölf

Monaten an diesem internationalen Projekt.

Den Auftakt bildete das Projekttreffen am Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde in der ersten

Dezemberwoche, zu welchem wir eine Schülergruppe aus Ispica (Sizilien) und ihre Lehrerinnen begrüßen

durften.

Zeit für einen kurzen Rückblick auf eine ereignisreiche Woche mit vielen gemeinsamen Aktivitäten und

Lernanlässen, die nur durch die besondere Perspektive der internationalen Kooperation in der

Arbeitssprache Englisch und in einem jahrgangsübergreifenden Team möglich sind – gefördert vom Projekt

für Lebenslanges Lernen der EU ERASMUS+.

Am ersten Tag nahmen wir nach einer spielerischen Kennenlernrunde in der Schule an einem Empfang im

Rathaus durch den Bürgermeister Herrn Andreas Klaffehn und dem anschließenden Vortrag des Leiters

der Abteilung Kommunikation der Stadt Wolfsburg über die hauseigene Pressearbeit teil. Zum Abschluss

konnten wir unseren Gästen die Stadt vom Dach des Rathausgebäudes zeigen.

Tag zwei begann mit einer morgendlichen Presseschau in englischer Sprache: mit Abstechern zu lokalen,

nationalen und internationalen Nachrichtenthemen wie vermissten Schafen und dem Rentenpaket der

Bundesregierung. Zu unserem Programm des zweiten Tages gehörte ebenso der für ERASMUS+ Projekte

traditionelle Filmenachmittag, diesmal mit Spotlight, einem Spielfilm (Oscar 2016 für den Besten Film) der

uns die Arbeit eines Teams investigativer Journalisten vor Augen führte.

Besonders beeindruckt hat uns allerdings die Podiumsdiskussion, die Ilayda und Hermine, zwei

Mitschülerinnen unseres Teams, zuvor mit dem Chefredakteur der Wolfsburger Nachrichten, Herrn

Markus Kutscher, leiteten. Herr Kutscher gab uns einen interessanten Einblick in seine Tätigkeit und

vermittelte ein sehr nahbares Bild seines faszinierenden Berufes. Wir durften ihm all unsere Fragen stellen

und erfuhren dabei unter anderem, dass Fake News im Alltag einer Lokalredaktion eher die Ausnahme

sind, wie man sie gegebenenfalls erkennt und wie wichtig die Überprüfung von Quellen für einen

Journalisten insgesamt ist.

Am dritten Tag verließen wir gemeinsam mit unseren italienischen Partnern die Schule und fuhren nach

Berlin. Dort erlebten wir eine Führung durch die Deutsche Welle im Funkhaus Berlin und erhielten einen

ausführlichen Einblick in die Arbeit eines internationalen Medienhauses. Wir wurden durch verschiedene

Studios und Redaktionsräume geführt und erfuhren, wie Nachrichten entstehen, wie Beiträge produziert

werden und wieviel technische und organisatorische Arbeit hinter jedem einzelnen Format steckt.

Besonders beeindruckend war zu sehen, wie viele Sprachen dort gesprochen werden und wie global die

Perspektive der Deutschen Welle ist. Man merkte unmittelbar, welche Verantwortung damit verbunden

ist, weltweit unabhängig und verständlich zu berichten und wie wichtig guter Journalismus heutzutage ist.

Bei der Deutschen Welle zu sehen wie sorgfältig recherchiert, produziert und geprüft wird, hat uns gezeigt,

dass hinter jeder Nachricht ein komplexer Prozess steckt, der Verantwortung und Integrität erfordert.

Journalismus ist weit mehr als die Weitergabe von Informationen. Er schafft Verständnis, verbindet

Perspektiven und hilft uns, die Welt mit einem offenen und reflektierten Blick zu sehen.

Zurück aus Berlin sammelten wir an unserem letzten gemeinsamen Projekttag in gemischten Teams in der

Schule erste Ideen für schulischen Journalismus zu entwickeln. Ein Abschlussessen und ein Besuch der

Autostadt rundete den Tag und damit die Projektwoche ab.

Neben den offiziellen Projektaktivitäten war im Verlaufe der Woche noch etwas Zeit für einen

Stadtrundgang, einen Besuch des Weihnachtsmarktes und für viele Gespräche und private Aktivitäten mit

unseren italienischen Gästen.

Im März setzen wir unser spannendes Projekt in Ispica auf Sizilien fort. Im Mai und September finden

weitere Treffen bei unseren Partnern in Spanien und Zypern statt, die in Wolfsburg leider noch nicht in

Person, sondern nur kurz digital dabei sein konnten. Wir sind schon sehr gespannt, wie es mit unserem

Projekt weitergeht.

Mauricio Arriaga Martínez

im Namen des ERASMUS+ Projektteam

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