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Biodiversität - Artenschutzprojekte zur Förderung der biologischen Vielfalt

Ergänzend zu den Projekten früherer Jahre (insb. Anbringung und Pflege diverser Nisthöhlen für die Vogelwelt im Schulgelände, Bau eines großen Insektenhotels zur Förderung von Solitärinsekten, Anbringung von Fledermausquartieren am Schulgebäude, Montage von fünf Doppelhöhlen für Mauersegler an unserer Turnhalle)  haben wir uns der Anlage von kleinen Schmetterlingsbiotopen in Randparzellen unseres Schulhofs zugewandt. Hintergrund waren Meldungen über einen Lebensraumverlust selbst unserer gängigen Schmetterlingsarten.

'Zukunftstag': Angeleitet durch zwei Landschaftsgärtnerinnen des Fachbereichs GRÜN der Stadt Wolfsburg werden die Projektflächen vorbereitet - Grasdecke ausstechen, Bauschutt ausforken ...

 

... Boden durchharken ...

 

... Aussaat einer mehrjährigen Wildblumen- und Wildkräutermischung, einharken und festtreten, danach vorsichtig wässern ...

 

'Die gesamte Projektgruppe des Zukunftstags' nach getaner Arbeit .... ob etwas daraus wird???

 

Drei Monate später ...

 

6 Monate später ...  - letzte Blüten gab es noch bis zum ersten Frost ...

 

Bei einem Wettbewerb 'Ökologische Nachhaltigkeit' (ausgeschrieben von der Volkswagen Umwelt-Konzernforschung) erhielt das Projekt Schmetterlingsbiotope einen Hauptpreis. (Foto: Volkswagen AG Wolfsburg)

 

Das Preisgeld von 1.000 € konnten wir für unser zweites Artenschutzprojekt gut gebrauchen...

 

Unser zweites Artenschutzprojekt war die Sanierung eines Schulteichs, der nach 30 Jahren völlig zu verlanden drohte. Der Teich war in den letzten Jahren regelmäßig schon im zeitigen Frühjahr trocken gefallen und konnte seine ursprüngliche Funktion als Laichgewässer für Teichfrösche, Erdkröten und Teichmolche sowie als Lebensraum für Libellenlarven und zahlreiche Wasserinsekten nicht mehr erfüllen. Die erforderlichen Maßnahmen haben sich als erheblich aufwändiger als erwartet erwiesen, sodass das Projekt noch nicht abgeschlossen werden konnte. Immerhin sind die Arbeiten im laufenden Projektzeitraum aber vielversprechend vorangeschritten...



Im Gelände unseres Schulbiotops ist randlich unser alter Schulteich versteckt (Hintergrund oben links).




Sommer: Der Teich war völlig trocken gefallen und zugewuchert.




Projektwoche Sommer: Die Freilegung der trockenen Teichmulde beginnt ...




... erste Fortschritte ...




... in den Teich hinein gewachsene Weidenbüsche und Randgehölze werden entfernt.


 

Im hohen Gras im Umfeld wird klassisch mit Sense und Harke gearbeitet ...




... und dabei entdeckte Erdkröten werden im Unterholz in Sicherheit gebracht.




Nach zwei Tagen Arbeit ist das alte Teichbecken schon gut sichtbar ...




... aber die Entfernung einer dicken Bodenschicht mit einem dichten Geflecht von
Schilf-Rhizomen erweist sich als in Handarbeit unmöglich ...




...nicht einmal mit 'Mädchen-Power'.

Trotzdem hat die hoch motivierte Projektgruppe die Teichsanierung mit ihrem
unermüdlichen Einsatz ein gutes Stück vorangebracht ...


 

... und im Herbst sorgt ein sechsstündiger Baggereinsatz (finanziert aus dem
Preisgeld für das 'Schmettleringsprojekt') für die endgültige Freilegung der Teichmulde.
     

Aktueller Stand des Projekts:

Durch im Winter aufgedrungenes Grundwasser führt der Teich wieder etwas Wasser, in dem es trotz fehlender Pflanzen vor Kaulquappen wimmelt. Daher wird das Gewässer zur Zeit nicht weiter gestört. Stattdessen sind Schülerinnen und Schüler eines WPU-Kurses Naturwissenschaften in gelegentlichen Arbeitseinsätzen damit beschäftigt, aus dem Baggergut des letzten Herbstes die Schilf-Rhizome auszusieben, damit sie sich nicht wieder nachteilig auf den neuen Teich auswirken können.
Nach erneutem Trockenfallen des Teichbeckens soll dann der Sand als Grundlage für eine neue Teichfolie ausgebracht werden. Nach Verlegen einer neuen Folie kann schließlich der neue Teich geflutet und spärlich bepflanzt werden.
Wir sind optimistisch, dass wir die noch erforderlichen Arbeitsschritte bis zum Ende des Jahres abschließen können.


Im Frühjahr würde dann wieder ein intaktes Kleingewässer als Lebensraum für diverse Arten von Wasserbewohnern vorhanden sein, das sich zudem als 'Freilandlabor' für den Biologieunterricht pflegen und nutzen ließe.

Partner und Auszeichnungen