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Unser Frankreichaustausch

Tag 1:

Heute stand ich um 3:00 Uhr nachts auf. Ich war sehr müde doch, die Aufregung, das erste Mal
in Frankreich zu sein, vertrieb meine Müdigkeit.
Um ca. 4:00 Uhr war ich an unserem Treffpunkt angekommen, wo ich erst mal meine Freundinnen
suchte. Dann um 4:30 Uhr fuhren wir los. Die Fahrt war sehr lang, sie dauerte ca.18 Stunden. Doch
dies war kein großes Problem, da wir uns gut beschäftigen konnten (schlafen, lesen usw.).
Um ca. 22:00 Uhr kamen wir dann in Tours an.
Je näher wir Tours kamen, desto aufgeregter wurde ich und desto mehr Angst bekam ich, dass ich
nicht gut genug französisch sprechen konnte und vor allem wusste ich gar nicht, worüber ich mit
meiner Austauschpartnerin sprechen sollte. Ich fand meine Austauschpartnerin schnell und wir
begrüßten uns erstmal. Eigentlich standen wir nur da und lächelten uns an. Ich holte meinen Koffer
und dann stellte mir Léonie, meine Austauschpartnerin, ihre Mutter vor. Ich wusste zwar, dass die
Franzosen sich mit „Küsschen“ begrüßen, fand es trotzdem sehr ungewohnt.
Dort redeten wir fast gar nicht. Im Auto jedoch redeten wir die ganze Fahrt. Sie stellte mir Fragen wie
ob ich eher am Land oder in der Stadt wohne.
Ich fand Léonie von Anfang an sympathisch und meine Angst legte sich ein bisschen. Zu Hause
angekommen begrüßte uns erst mal der Kater Pikachu am Eingang. Im Haus überreichte ich ihnen
dann meine Geschenke. Sie wollten aber noch nicht alle Geschenke aufmachen, da der Vater und der
Sohn noch schliefen und sie dabei sein sollten. Doch über die Geschenke, die sie geöffnet haben (wie
zum Beispiel ein Buntstiftset für Léonie), haben Sie sich sehr gefreut. Dann haben wir Abendbrot
gegessen, wo ich gleich französische Käse probieren durfte. Nach dem Essen bin ich erst mal ins Bett
gegangen. Dadurch, dass ich in einem fremden Land und an einem fremden Ort mit „fremden“ Leuten
war, dachte ich, ich könnte vor Aufregung nicht einschlafen, aber da ich so früh aufgestanden bin und
die ganze Fahrt nicht eine Sekunde geschlafen habe, fiel mir dies sehr einfach.


Tag 2:

Habe ich schon erwähnt, dass Léonie ein kleinen vierjährigen Bruder namens Noé hat? Wenn
nicht, dann weißt du ja jetzt Bescheid… Normalerweise bin ich ein Langschläfer und schlafe bis 10:00
Uhr morgens (Wenn ich um 20:00 Uhr ins Bett gehen), doch heute wurde ich schon um 8:00 Uhr von
einem schreienden Noé geweckt.(XD) Da ich durch mein Zimmer (ich hatte ein eigenes Zimmer mit
einem Doppelbett) hörte, dass die Familie schon wach war und nicht unhöflich sein wollte, stand ich auf
und machte mich erst mal frisch, dann ging ich hinunter. Unten lernte ich den Bruder (Noé) und den
Vater (Laurent) kennen. Ich mochte meine Austausch Familie sofort, sie waren alle sehr nett und
zuvorkommend. Wir frühstücken, und dann packten der Vater und der Sohn die restlichen
Geschenke aus. Sie freuten sich sehr. Danach gingen Léonie und ich hoch. Dort zeigte sie mir ihr
Zimmer. Es war ein sehr schönes Zimmer. Dort reden wir die ganze Zeit, zum Beispiel über Hobbys. Es
stellte sich heraus, dass ihr größtes Hobby Filme gucken war. Was ich sehr schön fand, denn das war
auch eines meiner Hobbys (Na ja, bei mir war es nicht wirklich ein Hobby, aber ich liebe es, Filme zu
gucken) und wir gucken sogar genau die gleiche Genre! Das Problem war nur, dass wir nicht wussten,
worüber wir uns bei Filmen unterhalten sollten. Wir entschieden uns dazu, den Film Twilight Teil zwei
zu gucken. Bei der Sprachauswahl stellte sich heraus dass es nur Englisch und Französisch gab, daher
guckten wir den Film dann in Englisch mit französischen Untertitel. Als wir ca. 20 Minuten gekuckt
hatten, hat die Mutter uns gerufen. Sie hat geplant das wir zusammen (ohne den Vater, da dieser die
Terrasse weiter bauen musste) eine Fahrradtour machen. Die Umgebung um das Haus war
wunderschön. In der Nähe waren viele Felder, ein Reiterhof und viele Wälder. Nach der Fahrradtour
aßen wir zu Mittag. Sie erzählten mir, dass wir heute zum Laser Tag gehen würden. Nach dem Essen
spielten Léonie und ich Brettspiele wie „Memory“ und „Wer ist es?“ Um ca. 17:00 Uhr wurden wir
dann von einer Freundin von Léonie abgeholt und sind zum Laser Tag gefahren. Es waren auch viele
andere „Austauschpaare“ hier. Dort haben wir dann eine Runde gespielt. Es hat sehr viel Spaß
gemacht trotz der Tatsache, dass mein Team haushoch verloren hat. Später aßen wir dann bei
McDonald’s (also wir haben bei McDonald’s essen gekauft und haben es als Gruppe auf einer Wiese gegessen).
Wir fuhren dann wieder mit Freunden nach Hause. Es war schon spät, als wir zu Hause ankamen und
Léonie und ich waren sehr müde, daher ging ich gleich nach dem Duschen ins Bett. Heute hatte ich
sehr großes Heimweh.

Tag 3:

Heute habe ich ein kleines bisschen länger geschlafen (30 Minuten länger). Gleich nachdem
ich mein Zimmer aufgeräumt und mich frisch gemacht hatte, bin ich runtergegangen und wir haben
gefrühstückt. Wir gingen anschließend in die Bäckerei, wo wir Macarons kaufen wollten. Leider gab es
keine, aber wir fanden etwas ähnliches. Jedoch bestellten wir Macarons für den Mittwoch. Zu Hause
angekommen schlug ich Léonie vor, ob wir nicht verstecken spielen wollen, da wir nicht wirklich
wussten, was wir sonst machen sollten. Wir spielten den ganzen Vormittag Spiele wie: „Blinde
Kuh“ oder „Verstecken“. Auch der kleine Bruder spielte mit. Dann aßen wir Mittag. Nach dem
Mittagessen fuhren wir in einen Botanischen Garten, es war wunderschön. Dort gab es die
verschiedensten Pflanzenarten und auch ein paar Tiere konnte man sehen. Wir hatten viel Spaß. Zu
Hause nahmen Léonie und ich uns vor, etwas Kleines zu backen. Wir entschieden uns für Schokomuffins. Es dauerte nicht lange (ca. 15 Minuten) bis auf dem Tisch kleine, frische, heiße Schokomuffins standen. Nachdem wir aufgeräumt hatten, spielten Léonie, Noé und ich weiter Spiele. Dann nach dem Abendbrot ging es ins Bett.

Tag 4:

Heute Morgen bin ich das erste mal wieder bisschen früher aufgestanden. Heute würde ich das
erste Mal Léonies Schule sehen. Ich war schnell wach und machte mich erst mal fertig. Dann
frühstückten Léonie und ich unten. Um ca. 7:30 Uhr gingen wir zur Bushaltestelle. Der Bus kam sofort
nach dem wir dort angekommen waren an. Die Busfahrt dauerte nicht lange dann waren wir an der
Schule angekommen. Hier ist es strengstens verboten, sein Handy oder andere Medien rauszuholen
bzw. zu benutzen. Unsere gesamte Gruppe traf sich vor den Spinden. Pünktlich zu Unterrichtsbeginn
kamen unsere Lehrer dazu. Auch die Deutschlehrerin der Franzosen war dabei. In der ersten
Schulstunde hatten wir erst mal eine Art gemeinsames Frühstück, die Franzosen jedoch durften nicht
an unserem Programm teilnehmen. Bei dem Frühstück haben wir nicht wirklich viel gegessen
sondern haben uns hauptsächlich unterhalten. Es war sehr ungewohnt, wieder Deutsch zu reden. In
der zweiten Schulstunde wurde uns die Schule gezeigt. Zu meiner Überraschung war die Schule dort
unserer sehr unähnlich. Wenn man in die Bibliothek gehen wollte, musste man sich erst einmal
anmelden, bei Freistunden durfte man nicht nach Hause gehen, sondern musste in einem Raum mit
Aufsicht Hausaufgaben machen oder sich still beschäftigen, außerdem haben die Franzosen fast
jeden Tag dort bis 16:00 Uhr Schule. Am Ende der Tour war ich fast schon froh darüber, dass ich auf
meine Schule gehen darf. Nun hatten wir erst mal große Pause. In der dritten und vierten Stunde
bekamen wir in einer Sporthalle Flashmob-Unterricht, da wir einen Flashmob aufführen wollten,
jedoch die meisten die Choreographie nicht kannten. Dann in der großen Pause führten wir den
Flashmob auf. Nach dem Flashmob ging ich mit Léonie in die Kantine. Dort lernte ich auch ihre
Freundinnen kennen. Wir hatten viel Spaß. Das Essen hier war nicht so gut, doch ich aß alles ohne zu
zögern auf. Meine Austauschpartnerin meinte sogar, dass das Essen normalerweise noch schlechter ist, doch
nur heute für uns so gut war, was ich sehr lustig fand. Jetzt sollte ich zum ersten Mal sehen, wie
französischer Unterricht abläuft. Ich Glückspilz (Ironie), durfte als erstes an einer Stunde
Französisch teilnehmen. Zum Glück war ich da jedoch nicht die einzige. Als wir den Raum betraten
herrschte eine hektische Stimmung. Alle Schüler konnten es nicht glauben, dass wir echte Deutsche
waren. In dieser Stunde musste ich mich sehr bemühen, etwas zu verstehen. Dann in der nächsten
Stunde trafen die Franzosen und die Deutschen sich zusammen. Wir haben dann zusammen Spiele
gespielt, geredet und gegessen. In der dritten Stunde hatten Léonie und ich eigentlich Freistunde
aber da man in Frankreich wie schon erwähnt nicht nach Hause gehen durfte, warteten wir im
sogenannten „Salle de Permanence“ darauf, dass wir entlassen wurden. Léonie und ich fuhren dann
den gleichen Weg, den wir zur Schule gekommen sind wieder zurück (auch mit dem Bus). Zu Hause
angekommen haben wir zuerst den Film Twilight Teil zwei zu Ende geguckt. Dann meinte Léonie, sie
möchte ein bisschen nachdenken, daher blieb ich alleine in meinem Zimmer und las das Buch, was
ich mir eingepackt habe. Später ging ich dann zum Mittagessen runter (die Eltern sind
zwischenzeitlich zu Hause angekommen). Mittlerweile habe ich festgestellt dass die Franzosen beim
Mittag immer Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise haben. Nach dem Essen haben Léonie, Noé
und ich wieder etwas zusammen gespielt. Wir haben gespielt bis es Abend war und schon ging ein
neuer Tag zu Ende.

Tag 5:

Die Morgenroutine war exakt die gleiche wie gestern. Heute würden wir (die Deutschen) als
Gruppe das Schloss Amboise besichtigen. Wir fuhren gleich mit unserem Reisebus zum Schloss
Amboise. Dort angekommen gingen wir zuerst rein und passierten die Rezeption (bzw. Kasse). Oben
war die Aussicht unglaublich schön (ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus). Dann kam eine
Führerin und gab uns eine Führung durch das Schloss bei der wir viel lernen und sehen konnten (die
Führerin konnte deutsch sprechen). Nach der Führung durften wir eine gewisse Zeit in Dreiergruppen Amboise (die Stadt) besichtigen. Als erstes gingen ich und meine Freundinnen erst
mal Macarons essen (für jeden einen). Dann gingen wir entlang der Hauptstraße, wobei ich einen
Eiffelturm Anhänger und ein Armband kaufte. Anschließend fuhren wir weiter zum Clos Lucé, welches
das Haus von Leonardo da Vinci war. Dort bekamen wir ein Quiz und mussten innerhalb einer
bestimmten Zeit in Gruppen so viele Fragen wie möglich beantworten. Leider hat es einmal kurz
geregnet, was aber kein großes Problem war. Als wir das Quiz beendet haben fuhren wir wieder
zurück zur Schule. Dort wartete ich auf Léonie und schließlich fuhren wir gemeinsam nach Hause.
Léonie und ich beschäftigen uns mit Noé bis ca. 18:00 Uhr denn dann musste Léonie zum
Badminton…und ich durfte mit! Auch andere Deutsche vom Austausch waren beim Badminton. Wir
durften dann zusammen Badminton am Rande ausprobieren, doch schon nach kurzer Zeit hatten ein
paar Mitspieler es aufgegeben. Später wurden wir von Léonies Mutter abgeholt und nach Hause
gebracht, wo wir gleich nach dem Essen schlafen gingen (es war schon spät).

Tag 6:

Heute fuhren wir mit unserer Gruppe nach Tours. Tours ist eine sehr große Stadt, die aber auch
sehr schön ist. Wir warteten vor einem Gebäude gegenüber vom Bahnhof, bis eine Führerin kam.
Zusammen mit unserer Gruppenführerin (die sogar deutsch konnte) besichtigten wir die Stadt. Meine
Lieblingsattraktion war eine Kirche, die besonders in die Höhe gebaut war und viele bunte
Fenstermalereien hatte. In der Kirche kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Mein Nacken tat
sogar vom Hochgucken weh, aber es hat sich gelohnt. Auch der Rest der Stadt war atemberaubend.
Heute war unsere Reise nicht erst um 16:00 Uhr, sondern schon früher beendet. Als Léonie und ich zu
Hause waren, mussten wir nicht lange warten bis die Mutter auch da war, und dann ging schnell auf
die Planung der Mutter hin in ein Restaurant. Das Essen dort war sehr lecker und vor allem die
Kartoffelecken waren gut. Gleich anschließend fuhr die Mutter uns zu einem Freundetreffen.
Anscheinend wollte sich Léonie mit ihren Freundinnen treffen, und da diese ebenfalls
Austauschpartner hatten, wollten sie sich alle zusammen treffen. Es war schon etwas später am
Nachmittag, als wir abgeholt worden. Nachdem wir uns noch ein bisschen mit Spielen beschäftigt
hatten, wurde es langsam spät und wir mussten ins Bett.

Tag 7:

Morgens stand ich wie immer früh auf. Zum Glück habe ich meistens keine Probleme mit dem frühen
Aufstehen (auch wenn ich es gar nicht mag). Ich räumte mein Zimmer noch ein bisschen auf (Bett
machen usw.) und machte mich fertig. Dann ging ich hinunter zum Frühstücken. Heute war Léonie
noch nicht da. Die Eltern hatten heute anscheinend Probleme damit, Léonie zu wecken, denn diese
wollte überhaupt nicht aufstehen. Schließlich war auch sie auf den Beinen und wir konnten in Ruhe
frühstücken. Wie üblich fuhren wir mit dem Bus zur Schule. Eine Sache habe ich am Anfang vergessen
zu erwähnen. Die Schulen haben ihre persönlichen Schulbusse. Das heißt, dass wir nicht mit einem
normalen Bus zur Schule fahren sondern mit einem richtigen Schulbus. Wie immer trafen wir (die
Deutschen) sich vor den Spinden. Dann fuhren wir mit unserem Reisebus los. Heute würden wir das
Schloss „Château de Chenonceau“ sehen. Als wir angekommen waren, sind wir gleich durch den
Eingang gegangen. Wir durften das Schloss alleine in kleinen Gruppen, sowie den Schlosspark und das
Labyrinth besichtigen. Dann nach der Besichtigung, als wir fertig waren, fuhren wir gleich weiter
nach Tours, wo wir in der Nähe der Innenstadt abgesetzt wurden. Auch hier durften wir in kleinen,
mindestens Dreiergruppen die Stadt besichtigen und Geschenke besorgen, wofür wir mehrere
Stunden Zeit hatten. Am Ende hatte ich eine große Packung Macarons und zwei leckere Käse gekauft.
An der Schule wartete ich wieder auf Léonie. Léonie war heute etwas schlechter gelaunt, was
höchstwahrscheinlich daran lag, dass sie müde war. Diesmal holte die Mutter uns von der Schule ab.
Erst mal fuhren wir zu einem Geschäft, wo wir Essen für die morgige Reise kauften. Dann holten wir
Noé ab. Zu Hause angekommen, packte ich zuerst meine Sachen zusammen. Heute spielten Léonie
und ich keine Spiele, da sie auch wie schon gesagt müde war, aber wir haben trotzdem ein bisschen
geredet. Nach dem Abendbrot verabschiedete ich mich schon mal von dem Vater Laurent und Noé.
Dann gingem wir ins Bett.

Tag 8:

Heute musste ich Abschied nehmen. Wir haben meine Sachen im Kofferraum verstaut und
haben uns noch ein bisschen unterhalten. Dort, am Ort der Abreise, haben wir uns noch einmal mit
Küsschen verabschiedet und ich habe mich für alles, was sie für mich getan haben, herzlich bedankt,
dann ging meine Reise wieder los.
Mein Fazit aus diesem Austausch ist, dass es sich sehr lohnt. Am Anfang hat man vielleicht doch ein
bisschen Heimweh, aber dieses verschwindet und man lebt sich schnell ein. Man lernt, für sich selbst
zu sorgen und kann seine Aussprache gut verbessern. Ich würde auf jeden Fall gerne ein zweites Mal
nach Frankreich fahren.


~Violetta Romanowski, 13 Jahre alt, 8.Klasse Gymnasium
Und Leonie Klein, 13 Jahre alt, 8.Klasse Gymnasium

Montag, 28. Oktober 2019 08:07


 

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